Unsere Chronik
Der älteste Fußballverein der Gemeinde Edingen-Neckarhausen – geprägt von Fusion, Tradition und starkem Frauenfußball.
Schon 1905 gab es im Ort einen ersten Fußballclub „Viktoria“ (Farben Schwarz-Rot-Schwarz, 1. Vorsitzender Heinrich Kinzig), daneben den Sportclub 1903. Am 27. März 1908 trafen sich die Mitglieder beider Vereine im Gasthaus „Zähringer Hof“ und beschlossen die Fusion zum „FC Viktoria“ mit dem Zusatz 08. Fritz Bühler wurde zum ersten Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt, der „Zähringer Hof“ zum Vereinslokal bestimmt. Bereits im Gründungsjahr trat man dem Süddeutschen Fußballverband bei.
Mit dem SC 1903 Neckarhausen und Viktoria Neckarhausen (1905) entstehen die zwei Vorläufervereine im Ort.
Fusion beider Vereine im Gasthaus Zähringer Hof zum FC Viktoria Neckarhausen 08. Fritz Bühler wird erster Vorsitzender.
Erstes belegbares Spiel des FC Viktoria: 9:1-Sieg gegen den FC Viktoria Neckarau.
„Neckarhäuser Bub“ Hermann Linnenbach, damals bei Alemania Karlsruhe aktiv, leitet zweimal wöchentlich das Training.
Gaumeisterschaft vor über 1.000 Zuschauern in Schwetzingen gewonnen (3:1) – anschließend sogar Aufstieg bis zum Entscheidungsspiel um die Süddeutsche Meisterschaft, das die Viktoria gewinnt.
Erster Meistertitel seit den Anfangsjahren: Unter Trainer Arno Zeilfelder wird die Viktoria Meister der A-Klasse Gruppe Süd.
Einweihung des neuen Sportzentrums: Eine Auswahl aus FC Viktoria, DJK und Fortuna trifft vor 5.000 Zuschauern auf den amtierenden Champions-League-Sieger Borussia Dortmund (2:8).
Zum 90. Geburtstag kommt der amtierende Deutsche Meister 1. FC Kaiserslautern mit Trainer Otto Rehhagel – vor 3.500 Zuschauern spielt auch der spätere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack eine Halbzeit mit (0:11).
Die Frauenabteilung gewinnt dreimal den Badischen Landespokal und qualifiziert sich mehrfach für den DFB-Pokal, u. a. gegen den FSV Frankfurt.
Aufstieg in die Kreisklasse A1 Mannheim über die Relegation gegen Hohensachsen und SC Rot/Weiß Rheinau II – vor rekordverdächtiger Kulisse. Bürgermeister Florian König empfängt die Mannschaft anschließend im Rathaus und lädt zum Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde.
Hipp Hipp Hurra, Viktoria!
1.) Brüder lasst die bunten Fahnen in den Lüften weh’n.
Schwarz und Rot sind unsere Farben, die voran uns zieh’n.
Jeder der dem Sport ergeben, haltet Euer Wort,
Haltet Euren Klub in Ehren, dass er blühe fort.
Refrain: Wir halten fest und treu zusammen,
Hipp hipp hurra, Viktoria!
2.) Dieses Liedlein ward gesungen in einer lauen Sommernacht.
Lustige Viktoria-Brüder haben es erdacht.
Drum Ihr „Neunzehnhundertachter“ haltet Euer Wort
Haltet Euern Klub in Ehren, dass er blühe fort.
Melodie: Arbeiterhymne „Hold the Fort“
Unsere Spielstätten

Der Hartplatz – hier trug die Viktoria über Jahrzehnte ihre Heimspiele aus. Er existiert heute nicht mehr, ist aber ein fester Teil unserer Geschichte.
Die erste große Aufgabe des jungen Vereins bestand darin, ein neues vorschriftsmäßiges Spielfeld zu schaffen. Noch im Gründungsjahr wurden elf Allmendgrundstücke gepachtet, ein Teil der Heinrich-Lanz-Siedlung. Fast ein Jahr lang arbeiteten die Mitglieder freiwillig an der Planierung des Platzes, unterstützt von den örtlichen Landwirten mit Gespannen, Wagen und Ackergerät. Sechs Eisenbahnwaggons Kohlenschlacke von der OEG beseitigten die großen Wasserlachen. Im Frühjahr 1909 wurde das Gras eingesät, im September 1909 übersiedelten die Mannschaften von den Neckarwiesen zum neuen Platz.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Verein auf eine harte Probe gestellt: Der Sportplatz wurde ihm zeitweise entzogen, zugunsten zweier anderer Ortsvereine ohne eigenes Spielfeld. Erst ein Rechtsanwalt aus Mannheim und eine Verfügung des Amtsgerichts Mannheim brachten der Viktoria ihre alten Platzrechte zurück – wenig später musste dennoch die obere Spielfeldhälfte ohne Entschädigung abgetreten werden. Mit dem gleichen Elan wie 1908 legten die Mitglieder erneut Hand an und schufen ein neues Spielfeld, diesmal mit Sitzplätzen, Bäumen und einem Kassenhäuschen – finanziert mit über 4.000 Goldmark.
1934 fiel auch dieser Platz den Siedlungsplänen der Gemeinde zum Opfer. Als Ersatz baute der Verein – wieder mit Hilfe vieler damals arbeitsloser Mitglieder – die ehemalige Kiesgrube zum neuen Spielfeld aus. Dieser Platz dient dem Verein bis heute als Spielstätte. Sein heutiges Gesicht erhielt der Viktoria-Platz 1980 im Zuge einer Generalüberholung der Neckarhäuser Sportanlagen – am Belag selbst änderte sich damals allerdings nichts.
Kunstrasengelände Neckarstraße – unsere heutige Spielstätte. Von diesem Foto haben wir leider nur eine sehr niedrig aufgelöste Version vorliegen – wer ein schärferes Bild hat, gerne her damit, dann tauschen wir es aus.

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